Sonntag, 31. Dezember 2017

Teneriffa - La Gomera 2017/13. Garajonay

23. November

Nach dem gestrigen Faulenztag wollten wir heute wieder wandern. Aber zu groß soll es doch nicht sein, früh aufstehen mögen wir auch nicht mehr und weit weg soll es auch nicht sein, da ich die Serpentinen nicht vertrage. :-) Ganz schön wählerisch. :-)

Wir entschliessen uns für den höchsten Berg La Gomeras, den 1.487 m hohen Garajonay. Wenn wir schon hier sind, ist es ein muß und es ist eine leichte Wanderung, weil es schon von ziemlich weit oben beginnt.  Wir müssen auf den einen Bergpass rauffahren, hier gibt es den großen Rastplatz Laguna Grande und von hier geht die Tour los.
Das ist ein großes Freizeitgelände mitten im Wald, mit Grillplätzen, Tischen, Spielplätzen, Toiletten...Da wir nicht gerade sehr früh dran sind, ist der Parkplatz schon ziemlich voll, als wir ankommen.

Die Tourbeschreibung ist so was von idiotisch, daß wir den Anfang dieser Tour gar nicht finden können. Wir verstehen nicht, warum muß man irgendwas so kompliziert und so anders beschreiben, als es von alleine eindeutig ist, es macht uns nur verwirrt und vergeht eine halbe Stunde mit dem Auskodieren des Textes. Schließlich schmeiße ich das Buch in den Rucksack und wir gehen so, wie die Schilder den Weg zeigen, babyeinfach, funktioniert absolut leicht ohne Buch.







Ziemlich schon am Anfang sehen wir schwarze Zweige und richtig dicke, verkohlte ausgekippte Baumstämme. Die Umgebung ist mit niedrigem Gebüsch durchwachsen, aber alles erzählt darüber, daß es hier vor paar Jahren ein mächtiger Waldbrand gewesen sein sollte. Unglaublich, wie schnell sich die Natur regeneriert.








Die Wanderung geht überwiegend über breiteren Forstwegen, ist nur selten steil. Insgesamt ist es eine langgezogene, aber leichte Tour, nur mit 400 m Höhenunterschied und 10 km lang. Wir haben Sonne und blauen Himmel, und ab und zu Blicke auf El Hierro oder Teneriffa.







Hier sieht man ein bißchen was von El Hierro:


Teneriffa mit dem Teide ganz deutlich zu erkennen



Sehr klarer Blick auf den Teide mit dem großen Seitenkrater, Pico de Viejo, wo wir vom Teide runterwandern wollten und es schließlich für ein anderes Mal verschoben haben:







Als wir zu dem Piknikplatz Laguna Grande zurückkommen, sehen wir 6-7 große Touristenbusse und deren hunderte Touristen mit Guides mit Fähnchen in der Hand auf dem kurzen Rundweg um den Piknikplatz herumzulaufen. Diese Art von Massentourismus passt gar nicht zu dem Ort.
Ein kanarischer Falke fliegt über dem Piknikplatz herum und landet überall. Er ist absolut menschenunscheu, ich kann ihn von ganz nah fotografieren.




Um 16:30 Uhr sind wir schon zu Hause und hocken noch ganz gemütlich mit einem Cappuccino vor unserem Haus. Langsam machen wir uns zu dem Abendessen fertig. Wir treffen uns um 19 Uhr in Santa Catalina (Hermiguas Küstenort) in dem Restaurant El Faro mit dem deutschen Paar, die wir vor paar Tagen kennengelernt haben. Wir entschliessen uns zu Fuß hin zu gehen, so machen wir uns schon eine Stunde früher gemütlich auf den Weg.

Die anderen haben Platz reserviert, da das Restaurant abends platzend voll ist. Sehr liebevoll werden wir von der deutschen (oder schweizerischen?) Besitzerin empfangen. M. und ich wählen das traditionelle Kaninchen. Sonst gibt es Fischgerichte, unterschiedliche Tapas und auch Nudelgerichte. Alles ist sehr ausgiebig und lecker. Wir können mit unseren neuen Bekannten endlos ratschen und die Stunden rasen so was von davon, daß es schon 23 Uhr wird, als sie uns nach Hause fahren.

Paar Fotos von dem Weg zu dem Restaurant hin: 







Donnerstag, 28. Dezember 2017

Teneriffa - La Gomera 2017/12. La Caleta

22. November

Das deutsche Paar erzählte uns gestern, daß sie auf dem Strand von La Caleta waren und der Wellengang ist dort nicht stark, man kann baden. Zu diesem Strand führt von unserer Unterkunft ein Wanderweg (hin und zurück 4 Stunden) und man kann es noch mit dem Punta San Lorenzo verlängern. Wir überlegten schon seit dem ersten Tag, diese Tour zu machen, aber danach, daß es 700 m Höhenunterschied ist und wir bei der vorherigen Tour schon erlebt haben, wie qualvoll es sein kann, machen wir es leichter und fahren wir mit dem Auto dorthin. 

Vorher aber fahren wir zu der Post in Hermigua und geben die Postkarten auf (die nach einer Woche auch ankommen).
Neben der Post ist eine Bananenladestation, die merke ich nur zufällig dadurch, daß dort gerade mächtige Bananenstauden von einem LKW über Haken ins Gebäude gebracht werden. Ich bleibe stehen und starre nur. Der eine Arbeiter guckt mich so an, dann geht er rein und kommt bald wieder und drückt mir zwei Bananen in die Hand. Ich bedanke mich mit großem Lächeln. Man sieht nicht jeden Tag so was.





Jetzt müssen wir den kleinen Weg hinter unserem Haus in dem Berghang finden, der über diesen Bergzug zu dem Strand La Caleta führt. Der hintere Bergzug ist nicht so hoch, wie der gegenübere, den wir vor paar Tagen bestiegen haben, was noch immer unglaublich scheint, wenn wir da hochschauen. (Hier unten auf dem Bild die linke Spitze war es, worüber wir auf die andere Seite gekommen sind.)


Wieder unser Haus:





Die Küste von Hermigua/Santa Catalina:


Diese roten Appartments im Hang habe ich als erstes als Unterkunft buchen wollen, aber bis wir so weit waren, war keins mehr frei. Auf dem oberen Bild sieht man, was für ein grandioses Panorama die bieten:


 
Der Playa de la Caleta ist eine kleine, steinige Bucht, mit paar weichsandigen Flecken. Über der Bucht ist ein Parkplatz, wir sind die dritten, die hier gegen 10:30 Uhr ankommen. Man kommt über Treppen zum Strand, wo ein großer und schön ausgebildeter Picknikplatz ist, mit Grillplatz, WC und Dusche.



M. wäre gerne im Schatten, aber dort müssten wir auf melonengroßen Steinen liegen. Ich erobere die einzige feinsandige weiche Stelle und so bleiben wir hier in der Knallersonne.  Unser Strandzelt wäre jetzt nicht schlecht. Der kleine Strand wird mit der Zeit immer voller, nachmittags kommen viele Wanderer an, die sich ausziehen, einmal ins Wasser hupfen, sich kurz trocknen und weitergehen.Wir baden zweimal und man kommt leicht ins Wasser. Gute Erfahrung, wenn wir nochmal in Hermigua Urlaub machen würden, wissen wir schon einen guten Strand.

Auf dem Heimweg kaufen wir noch im Spar frische Baguettes und da noch der halbe Nachmittag übrig ist, gehen wir auf die obere Terrasse und essen dort, dann lesen. Wir genießen unseren täglich verdienten leckeren frischen Orangensaft und die Ruhe. So ein Tag muß auch sein.