Donnerstag, 14. Dezember 2017

Teneriffa - La Gomera 2017/7. Inselrunde mit dem Auto 2.

Dann fahren wir nach Vallehermoso weiter. Der Weg ist extrem kurvenreich und unterwegs sehen wir einige mini Siedlungen zersteut in der Landschaft, zwischen Palmen. Die Landschaft ist öd, aber trotzdem schön.








Vallehermoso ist die Hauptstadt der Insel, ihre Bedeutung ist "schönes Tal" und ich muß immer Villahermosa sagen, da in Mexiko so eine Stadt ist. Über dem Dorf steht der Fels Roque Cano (650 m), der das Markenzeichen der Insel ist. Wir finden einen größeren Parkplatz in dem Zentrum des Dorfes, hier parken wir. Hier sind gleich drei Supermärkte und eine Bar und Touristenbusse stehen auch dort. Wir laufen eine Runde in der Altstadt, aber finden nicht viel besonderes. In einem Supermarkt finden wir sehr schöne Tomaten, Paprika, Zwiebeln und Orangen, diese kaufen wir dort ein. Fast jeden Tag presse ich 6-8 Orangen aus, der Saft ist so lecker.








Dann fahren wir weiter Richtung Valle Gran Rey, aber vorher machen wir noch einen Abstecher nach Alojera. Unser Reiseführer hat diesen Ort als sehr schön liegend empfohlen, aber der extrem lange und kurvige Weg dahin lohnte sich überhaupt nicht. Die Gegend musste sehr unter einem Brand leiden (wann, ist unklar), überall sieht man noch die schwarzen Spuren davon, nur die Palmen erholen sich immer sehr schnell.  








Zum Schluß fahren wir nach Valle Gran Rey. Das Tal ist sehr scchön, ähnlich, wie unseres bei Hermigua, aber selbst der Küstenort gefällt uns nicht sehr. Erst kommen wir in den Ortsteil La Playa an, der mich auf den ersten Blick sehr an Puerto de Tazacorte von La Palma erinnert, nur mit dem Unterschied, daß der Ort auf La Palma irgendwie viel gepflegter vorgekommen ist (Vergleich auf den letzten zwei Fotos in der folgenden Reihe).






La Playa Valle Gran Rey:

Puerto Tazacorte: 


Hinter dem Strand bei einer mini Kapelle pennen Hippis. In der Nähe sind mehrere Cafés und Restaurants. Wir wollen eigentlich hier essen, aber der Ort hat irgendwie eine so negative Ausstrahlung, daß wir lieber zum Hafen weiterfahren. Schön ist es dort auch nicht. Viele Urlauber wollen hier wohnen, wegen den paar Stränden, die hier sind, aber ich bin heilfroh, daß wir nicht hier gebucht haben. Am Hafen ist ein wellengeschützter Strand, unter hoher Felswand, schaut ähnlich aus, wie Los Gigantes. Wir parken neben dem Hafen und gleich gegenüber sind zwei Restaurants. Zuerst gehen wir in den Hafen, da wir den Ausflug mit Wal- und Delfinbeobachtung buchen möchten. Es gibt mehrere Gesellschaften und Bootstypen, aber wir haben schon zu Hause entschieden, daß wir lieben mit dem großen Schiff, "Tina" mit Mittagessen inkl. fahren möchten. Wir möchten am Montag fahren, weil ab Dienstag schlechteres Wetter gesagt wird, und gerade am Montag fährt das Schiff zum Glück nicht von hier, sondern von Puerto (Playa de) Santiago. Das ist von Vorteil für uns, weil das nicht so weit weg liegt, wie Valle Gran Rey. Wir müssen nicht im Voraus bezahlen. Das Mädchen ist sehr gesprächig, sie erzählt uns, daß man hier Fisch kaufen am besten von dem Auto kann, welches mit einem Lautsprecher ab und zu durch die Dörfer fährt und zwecks Essen für jetzt berät sie uns auch gut. Wir entscheiden uns für die ziemlich nicht einladend aussehende Bude im Hafen.








Der Imbiss ist schmutzig, nicht gepflegt und auch hier sitzen einige Hippis, aber mit dem Essen hatte das Mädchen recht, wir werden nicht enttäuscht. Ich esse wieder Babytintenfische und M. fritterte Sardellen.  Beide sind sehr große Portionen, sehr lecker und nur 8,50 Euro, mit zwei Colas zusammen zahlen wir nur 21 Euro. Für Mittagessen war es schon etwas spät, bis wir fertig sind, kommt schon die Dämmerung und wir müssen noch eine sehr lange Fahrt nach Hause in Kauf nehmen.








Wir wollten auch auf einen zweiten Bootsausflug zum Los Organos (gigantische Basaltorgel am Meer), aber der geht nur von Valle Gran Rey und wir wollen in der früh nicht anderthalb Stunden hierher kutschen, so lassen wir es. 

Dienstag, 12. Dezember 2017

Teneriffa - La Gomera 2017/6. Inselrunde mit dem Auto

18. November

Als wir aufstehen und alle Fenster öffnen, sind überwältigt von dem Anblick. Wir würden es gerne so lange anschauen, daß wir von lauter Schauen am liebsten heute gar nicht von hier weggehen würden.

Erneut fotografiere ich alles beim Tageslicht, dann frühstücken wir und gegen 10 Uhr fahren wir los, die Insel kennenzulernen.



Von dem Fenster sehe ich links Hermiguas Häuser


und rechts ganz unten den Ozean






Der "Notarsitz", wo mein Mann jeden früh sitzen bleibt und nur schaut und schaut...
Das ist absolut mein Lieblingsblick.










Die Insel ist vielfältig, das beweisen schon unsere ersten Eindrücke: aus dem Flugzeug aus haben wir komplett karge Basaltlandschaften gesehen, dann mit dem Auto über den kurvigen Straßen fahrend typische endemische Pflanzenwelt, ähnlich, wie auf Teneriffa in dem Anaga-Gebirge, und das Tal von Hermigua erreichend subtropische Vegetation.




 

Bevor wir losfahren, kaufen wir noch paar Kleinigkeiten im Spar und tanken. Dann fahren wir als erstes zu der Küste von Hermigua, zum Playa de Hermigua. Es ist eine große Bucht, mit sehr großen Steinen und Wellen, für Baden nicht gerade sehr gut geeignet. Unser Reiseführer schreibt aber, daß hier in den Sommermonaten kaum Strömungen sind und weniger Wellengang, dann kann man hier auch gut baden. Dann beginnt die Straße in steilen Kurven bergauf zu führen. Es ist sehr wenig Verkehr und in jedem Ort gibt es viele gratis Parkpläze, was bis jetzt auf den anderen Kanaren nicht unsere Erfahrung war. 









Agulo bezeichnet unser Reiseführer als das schönste Dorf der Insel und wohl mit Recht. Das Dorf hat von oben gesehen, zwei kreisförmig herausgebildete Ortsteile, dazwischen mit einer Sportbahn. Der Platz vor der Kirche wird gearde komplett ausgebaggert, so kommt man nicht direkt zu der Kirche. Die Straße, die die Hauptader des Ortes ist, ist sehr schön gemacht, mit Bänken, Bäumchen, Blumenstöcken und neu gepflastert. In Agulo sehen wir einige stimmungsvolle Unterkünfte und ein sehr einladendes kleines Restaurant, wo es örtliche Gerichte gibt. Hier wollen wir einmal während des Urlaubes unbedingt essen, aber irgendwie wird nichts davon. 











Über Agulo streckt sich ein Aussichtstunnel aus Plexiglas über 750 m Tiefe, das ist der Mirador de Abrente. Das ist unser nächstes Ziel. Die Straße führt uns von hinten schlingelnd auf den Berg auf. Oben kommt man erst zu einem großen Parkplatz, wo das Besucherzentrum des Nationalparks Garajonay ist. Aber erst fahren wir noch ein Stück zu dem Aussichtspunkt weiter.
Dieser Glaskäfig hängt einige Meter weit weg von dem Fels und bietet einen wunderbaren Blick auf Agulo mit dem Atlantik und bei guter Sicht auf den Teide. 
Der Aussichtspunkt gehört zu einem Restaurant, für den Blick muß man nichts bezahlen und auch die Toilette kann man umsonst benützen. Heute ist nichts mit Teideblick. Einige Menschen wollen hier Haufen Selfies von sich machen, man muß etwas warten, bis man auf die Reihe kommt.
 











Von hier fahren wir zu dem Besucherzentrum zurück. Unterwegs sehen wir einige Wanderer, die über steilen Wegen hochwandern und zu dem Aussichtspunkt gehen. Danke, das möchten wir nicht nachmachen...dann wundern wir uns später, als wir es doch ungeplant fast schaffen. Darüber aber später. In dem Informationszentrum, Juego de Bolas, gibt es einen kleinen botanischen Garten, mehrere kleine Museen mit Darstellungen über das Leben auf der Insel früher, mit Filmen über die Entstehung der Insel und Souvenierläden und gratis WC. Selbst für den botanischen Garten wird kein Eintritt  genommen.